OBJEKTIV SIGMA 14-24mm F2.8 ART


Auf Wiedersehen Samyang und Willkommen Sigma... So lautet das knappe Fazit nach meinen umfangreichen Tests der letzten Wochen. Allerdings hatte sich dies im Vorfeld nicht unbedingt so abgezeichnet. Aber lest selbst…

 

 

Eigentlich war als nächste Investition eine hochwertige Objektiv Festbrennweite geplant, das Sony, das 24mm 1.4 GM sollte es sein. Das sehr lichtstarke Objektiv sollte einerseits die Qualität meiner Weitwinkel Aufnahmen verbessern und anderseits in der Astro-Fotografie eingesetzt werden. Gerade da aber ist eine 24er Brennweite nicht unbedingt ideal, wenn es zb. um das Ablichten der Milchstraße geht. Und so schaute ich mich noch nach einer Alternative um. Eigentlich sollte es ja eine hochwertige Festbrennweite werden, aber dann lief mir noch das Sigma 14-24mm 2.8 ART über den Weg. Auch dieses Objektiv wurde in verschiedenen Test als ausgezeichnet und für hochwertig befunden mit einer exzellenten Abbildungsleistung. Da ich mich aber in solchen Sachen lieber gerne an der eigenen Kamera überzeuge, wurden kurzerhand beide Objektive ausgiebig getestet.

 

Die Vorteile des Sigma 14-24mm ART Objektives liegen vor allem in der Flexibilität im Brennweitenbereich nach unten. Nachteil, die etwas schlechtere Lichtstärke gegenüber dem GM von Sony. Da aber die Belichtungszeit der Sterne, um sie noch klar als Punkt darstellen zu können, auch von der Brennweite abhängig ist, amortisierst sich die schlechtere Lichtstärke wieder, wenn man eine kürzere Brennweite verwendet. Kurz gesagt, kann man mit einer 14mm Brennweite länger belichten wie mit 24mm, so dass man mit einem 14mm Objektiv mit Lichtstärke 2.8 mehr Licht „einfangen“ kann, als mit einer 24er Brennweite mit Lichtstärke 1.4.

 

 

Dem Sony 24mm GM eilt ja im Web ein Ruf wie Donnerhall voraus und ich war gespannt, wie es sich gegenüber dem Sigma bei Brennweite 24mm schlagen würde. Um es vorweg zu nehmen, es gab keinen eindeutigen Sieger. Motivabhängig lag mal das eine oder das andere vorn. Beide Objektive sind sehr scharf bis in die Ecken, aber das Sony konnte sich dabei nicht entscheidend absetzen. Die Vignette war beim Sony GM weniger ausgeprägt aber dafür mit kurzem starkem Übergang in den Randbereich. Lightroom ist hier nicht in der Lage dies vollständig zu korrigieren. Übrigens ein Phänomen, das auch mein Sony 24-105G innehat. Selbst ein zusätzliches Nachregeln per Hand eliminiert die Randabdunkelung nicht vollständig. Ganz anders beim Sigma. Hier arbeitet Lightroom perfekt und korrigiert die Vignette komplett und rückstandslos. Die Farben des Sigma sind etwas kühler als die des Sony Objektives, was aber über den Weißabgleich in Lightroom problemlos zu beherrschen ist. Enttäuscht hat mich das Sony in punkto „Chromatische Apparitionen“, die doch deutlich zu sehen sind und sich bei bestimmten Blenden sogar nicht mal mehr mit Lightroom korrigieren lassen. Auch hier ist das Sigma völlig frei davon, was für eine hohe Objektivgüte spricht. Wenn man allerdings Pixel-Peeper ist so wie ich, dann sehen die Farbflächen beim Sony doch einen Tick homogener aus. In Grenzfällen verschluckt das Sigma auch gern mal eine feine Linie im entfernten Hintergrund. Das ist aber alles klagen auf höchstem Niveau. Und man muss schon mindestens eine 4:1 Ansicht bemühen, um dies feststellen zu können.

 

 

Damit stand nun also letztendlich fest, es wird doch nicht das Sony werden, sondern das Sigma Zoom Objektiv. Damit einhergehend stand fast zwangsläuft auch noch eine weitere Testreihe an, nämlich der Vergleich mit meiner bereits vorhandenen 14mm 2.8 Samyang Festbrennweite. Denn sollte das Sigma auch hier Top sein könnte es dieses sogar überflüssig werden lassen.

 

 

Samyang Objektive zeichnen sich vor allem, durch ein hervorragendes Preis Leistungsverhältnis aus. Man muss aber aufpassen, leider nehmen es die Koreaner mit der Endkontrolle nicht so genau. Es kommen dann öfters mal dezentrierte Objektive beim Endkunden an, wo auf den Bildern „matschige“ Ecken zu sehen sind. Gerade im Ultra weitwinkligen Bereich zwischen 20 und 14mm oder noch darunter, lässt sich die Randverzerrung durch die stark gewölbten Linsen physikalisch bedingt, nicht komplett eliminieren. Und sie ist in der lichtstärksten Einstellung auch immer am größten, da der Kamera Verschluss dort am weitesten geöffnet ist. Das Sigma 14-24mm hat dies super im Griff und setzte sich bei jeder Blendeneinstellung relativ deutlich von meinem alten Samyang Objektiv ab. Dies betrifft sowohl die Bildschärfe in Mitte wie im Randbereich, sowie auch die Verzerrungen in den Ecken. Dass das Sigma dabei deutlich schwerer ist, spielt für mich eine eher untergeordnete Rolle, da die Bildqualität oberste Priorität hat.

Es soll nun nicht der Eindruck erweckt werden, dass das Samyang Objektiv schlecht ist. Es besteht natürlich auch ein gewaltiger Preisunterschied zwischen beiden. Für den Preis was es kostet, kann man nix sagen und bekommt eine anständige Qualität zum fairen Preis. Es hat mir ja auch bisher immer gute Dienste geleistet. Daher wiederhole ich am Ende noch mal den Eingangssatz: Auf Wiedersehen (und Danke) Samyang und Willkommen Sigma.     

 


BENQ SW321C

(Kurzbewertung)


Heute möchte ich Euch den neuesten Zugang in meinem Technikpark vorstellen, den brandneuen Foto Monitor Benq SW231C. Eigentlich hatte ich mit dem Vorgänger dem SW320 geliebäugelt, aber da ein Modellwechsel unmittelbar ins Haus stand, wartete ich noch ein wenig. Die Wartezeit hat sich auf alle Fälle gelohnt, denn der CD321C toppt noch einmal den ohnehin schon für gut bewerteten Vorgänger.

 

Zu Beginn sei noch mal kurz erläutert, was meine eigentliche Kaufintension dafür gewesen ist. An vorderster Stelle stand und steht für mich, die weitere Verbesserung meiner graphischen Produkte, wie den „Sandstein Träume“ und den Pirna Kalender. Dabei ist es besonders wichtig, bereits im Vorfeld vor dem Druck abschätzen zu können, wie das finale Produkt im Print aussieht. Dazu bedarf es eines speziellen Monitors der auf Grund seiner Panel Technologie, den späteren original Ausdruck perfekt simulieren kann. Dies alles bietet der neue Benq SW321C. Es gibt natürlich noch die Platzhirsche wie EIZO oder NEC, welche aber preislich in der Kombination Größe (32“) und Auflösung (Ultra HD, 4K), jenseits von Gut und Böse liegen.

 

Der Monitor bietet daher für mich eine deutliche Steigerung zu meinem bisherigen „einfachen“ Gerät bei einem hervorragenden Preis Leistungsverhältnis. Durch die große Bildschirmdiagonale ist es jetzt für mich möglich, nicht nur meine Fotos in einer nie dagewesenen hohen Auflösung zu begutachten, sondern Sie auch vorab im Größenverhältnis 1:1 zum Druck anzuschauen. Man sollte gar nicht glauben was dies alles bewirkt. Sogar auf die Auswahl der Bilder hat dies einen entscheidenden Einfluss. Es gibt sogar einige Fotos, die ich in die engere Erwägung gezogen hatte, aber auf Grund der Ansicht im Vollbild Modus, nun wieder verworfen habe.

 

Auch konnte ich erstmals meine in 4K (3840x2160) erstellten Zeitraffer in voller Auflösung genießen. Was für ein Unterschied zur Full-HD (1920x1080) Auflösung herkömmlicher Monitore. Selbst in der Ferne sieht man noch jedes kleine Blatt gestochen scharf sich im Wind bewegen.

 

Der Monitor ist bereits werksseitig Hardware kalibriert und wird mit 2 entsprechenden Messprotokollen ausgeliefert (siehe Bilder). Die Kalibration ist so perfekt, dass man direkt loslegen kann. Die „Eichung“ des Gerätes ist ein ganz wichtiges Kriterium, da hier die Referenzwerte wie Farbe, Helligkeit, Farbtemperatur und Schwarzwert festgelegt werden, die dann auch einen 1:1 Vergleich auf anderen Geräten, wie zb. in der Druckvorstufe ermöglichen. Von Zeit zu Zeit, sollte dieser Vorgang dann erneut vorgenommen werden, um immer mit den perfekten Parametern arbeiten zu können.

 


Lange hatte ich mit mir gerungen, ob es wirklich so ein großes Gerät sein sollte. Nun bereits nach 2 Tagen Arbeiten damit kann ich eines sagen, es war definitiv die richtige Wahl! Selbst noch in der skalierten Windows Ansicht bietet der Monitor eine überragende Schärfe. Geht man direkt an das Panel heran, sieht man keinerlei Pixel.

 

Ein weiteres Highlight ist der 10Bit Modus den das Panel bietet. Dadurch werden Farbübergänge nahezu übergangslos dargestellt, als auf herkömmlichen Monitoren (8Bit). Allerdings verlangt dies nach einer geeigneten Graphikkarte die die auch ausgeben kann. Ich verwende hier eine NVIDIA Quattro P1000, welche dieses Feature bietet.

 

 

Abschließend bleibt nur noch zu sagen, ein tolles Produkt was seinen Preis wert ist und mich in die Lage versetzt, weiter an der Optimierung meiner Produkte zu arbeiten und auch für die anstehenden Projekte gewappnet zu sein.  Für die Interessenten gibt es noch links im Bild einen Überblick über die Technische Daten.